Mitte 2023 hatte das Förderprogramm INQA-Coaching die Nachfolge des Förderprogramms unternehmensWert:Mensch (uWM) und uWM-plus angetreten und bietet KMU hervorragende Möglichkeiten Innovationen durch Beratung und Umsetzung anzustoßen und die IdeenNetzWerk GbR (INW) war mit ihren uWM-BeraterInnen in den Programmzweigen von Anfang an dabei, s.a. KMU aufgepasst: Jetzt INQA-Coaching-Scheck sichern! | IdeenNetzWerk GbR (ideennetz-werk.net)
Inzwischen können wir von ersten Projektabschlüssen berichten und von UnternehmerInnen berichten lassen.

Inzwischen gibt es erste Erfolgsgeschichten aus dem Partnerverbund der IdeenNetzWerks von Unternehmen, die am INQA-Coaching teilgenommen haben. Dieses Beratungsprogramm unterstützt kleine und mittlere Unternehmen (KMU) dabei, passgenaue Lösungen für personalpolitische und arbeitsorganisatorische Veränderungsbedarfe im Zusammenhang mit der digitalen Transformation zu finden.

Nach dem erfolgreichen Projektabschluss des INQA-Coachings stand unserer assoziierten INW-Partnerin Andreas Lewerken von dem Kiebitzberg Möbelwerkstätten aus der Verbundgruppe Meisterteam LGF begeistert für ein Interview zur Verfügung:

5 Fragen an Andreas Lewerken zum INQA Coaching Prozess mit Marina Orth

1.) Warum hast Du Dich für mich als INQA Coach entschieden und wann war Dir klar, dass die Zusammenarbeit passen würde? 

Nach Deinem Vortrag auf der Jahreshauptversammlung der Verbundgruppe Meisterteam LGF wurde mir relativ schnell klar, dass mir dieser Baustein im Unternehmen fehlt. Wir beschäftigen uns schon sehr lange mit dem Thema der Mitarbeiterentwicklung und entwickeln auch eine gesundheitliche Vorsorge. Stichwort war für mich eine Belastungsanalyse der einzelnen Arbeitsplätze auszuarbeiten. Bei diesen Prozessen war mir klar, dass ich hier einen professionellen Coach brauche. Als Unternehmer habe ich nur bedingt Chancen, durchzudringen.

2.) Welche Motivation hat Deine Entscheidung getragen, Deinem Team diesen Entwicklungsprozess zu ermöglichen? 

Ich hatte mir Deine Arbeitsweise angesehen und war ziemlich sicher, dass meine Mitarbeiter sich von Dir führen lassen. Für mich gab es eine sehr wichtige Motivation, Vertrauen in das Familienunternehmen zu stärken. Und natürlich die Widerstandsfähigkeit zu stärken. Gerade nach Corona war diese Gelegenheit sehr gut.  

3.) Wie gefällt Dir die agile INQA Methode, um auf betriebliche Antworten zu kommen und was sind Deine Erkenntnisse zur Arbeitsweise mit dem Labor Team, bestehend aus den Beschäftigten? ​

Da war ich am Anfang noch recht skeptisch. Natürlich muss das Laborteam ohne Führungskräfte aktiv werden. Meine Befürchtungen waren, ob sich ein Team bildet und ob die Mitarbeiter genügend Freiräume haben. Denn das Tagesgeschäft lastet unsere Mitarbeiter voll aus. Deine Arbeitsweise war allerdings sehr überzeugend. Du fokussierst die Mitarbeiter auf die wichtigsten Punkte und hast immer das Zeitfenster fest im Blick. Das war übrigens auch für unsere Mitarbeiter ein Lernprozess. 

4.) Was beeindruckt Dich und den Lenkungskreis, bestehend aus den Führungskräften und wo erfahrt Ihr alltägliche Erleichterung und Nachhaltigkeit?

Als dem Lenkungskreis die Ergebnisse des Laborteams vorgetragen wurden, war das für mich eine sehr emotionale Situation. Ich hatte nie damit gerechnet, wie tiefgründig Prozesse angestoßen wurden. Das Labor-Team hatte sich intensiv mit den Arbeitsprozessen beschäftigt sowie mit der Teamentwicklung (vom Lehrling bis zum Meister). Jetzt werden bei uns Prozesse neu definiert und weiter angepasst. Auch hat sich die Mitarbeiterstimmung im Betrieb verbessert. Man hört einander besser zu und verabschiedet gemeinsam die bestmögliche Lösung. 

5.) Warum würdest Du das INQA Coaching anderen Klein- und Mittelständigen Betrieben gerade jetzt empfehlen und was macht für Dich die Zusammenarbeit mit mir aus? ​

Ob kleine Unternehmen oder wir mit 100 Beschäftigten, wir haben die gleichen Probleme. In der sich immer schneller drehenden Zeit gehen viele positive Aspekte der Arbeitswelt verloren. Das müssen wir wiederaufnehmen und der heutigen Erwartung anpassen. Deine Methodik schafft erstmal Vertrauen und zeigt den Mitarbeitern beide Seiten der Medaille. Die uralte Erkenntnis: „Wir sitzen alle in einem Boot!“ konntest Du wieder neu definieren. Die Mitarbeiter haben schnell begriffen, dass Du dieses Thema sehr ernst nimmst. Deine Zusagen hast Du super umgesetzt. Wir werden auch weiterhin auf Deine Kompetenz vertrauen.

Kiebitzberg Gruppe; Individuelle Vielfalt in höchster Qualität!

Kiebitzberg® GmbH & Co. KG, Havelberg, v.l. Renate, Florian und Andreas Lewerken

Das Unternehmen ist 1985 von Andreas Lewerken gegründet und ist seit der Ansiedlung in Havelberg im Jahr 1995 kontinuierlich expandiert. Als Familienunternehmen wird der Manufakturgedanke im Alltag gelebt. Die Firmenzweige bestehend aus Tischlerei und Küchenstudio, Schiff- und Metallbau, Mineralstoffdesign und dem Arthotel Kiebitzberg beschäftigen an 5 Standorten über 130 Mitarbeitende. Auf 52.000 qm Fläche produziert das Unternehmen mit 35-jähriger Erfahrung traditionell und innovativ gleichermaßen. Neben den eigenen Ansprüchen an Nachhaltigkeit und Ästhetik, sind sie zahlreich für gute Ergebnisse Ausgezeichnet und genießen mehrere Qualitätssiegel. All das vereint dieses Familienunternehmen zu herausragenden Dienstleistern, Kooperationspartnern, Arbeitgebern und Ausbildungspartnern im Mittelstand.

INQA Coaching, Initiative Neue Qualität der Arbeit

Marina Orth, INQA Coach und Geomantin (Assoziierte Partnerin der IdeenNetzWerk GbR)

Diese Initiative vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales bietet Kleinen und Mittelständigen Betrieben von 1 – 249 Beschäftigten viel Effektivität, Erfahrung und Hilfe zur Selbsthilfe. Es handelt sich um ein Mitarbeiter*innen orientiertes Beratungsprogramm welches dabei unterstützt, dem aktuellen Veränderungstempo in der Arbeitswelt standzuhalten. Unter der Maßgabe der umgesetzten Erfolgsbedingungen und Vorgaben werden 80% der Beratungsinvestition in Höhe von 12 Beratungstagen für das Unternehmen im Anschluss refinanziert. Entsprechende Erstberatungsstellen verantworten regional die nötige vorab Analyse mit allen Beantragungshilfen und legen die Hauptzielrichtungen der Prozesszeit fest. Danach startet das Programm mit mir und wir gehen den Wandel in Ihrem Unternehmen aktiv an.

Ziele des INQA-Coaching:

  • Zukunftsfähigkeit: Unternehmen sollen sich zukunftsfähig aufstellen und eigenständig auf Veränderungsprozesse reagieren können.
  • Resilienz: Das Programm stärkt die Resilienz der Unternehmen, hält sie wettbewerbsfähig und sichert Fachkräfte.
  • Finanzierung: Bis zu 80 Prozent der Beratungskosten können übernommen werden. INQA-Coaching wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) finanziert.
  • Förderzeitraum: Das Programm läuft von 2023 bis 2027.