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UNTERNEHMENSKULTUR 4.0: Man muss Betroffene zu Beteiligten machen

IdeenManagement

UNTERNEHMENSKULTUR 4.0: Man muss Betroffene zu Beteiligten machen

Die Corona-Krise zeigt, dass kein Unternehmen das Thema Digitalisierung mehr ignorieren kann. Die eCom Logistik GmbH aus Falkensee bei Berlin hat den digitalen Wandel bereits erfolgreich gestartet – und ganz bewusst die Mitarbeitenden in den Prozess involviert, so dass das Beispiel guter Praxis im aktuellen Arbeitgebermagazin FAKTOR A der Bundesagentur für Arbeit beschrieben wird.

eCom Logistik Zukunftsraum
Der Zukunftsraum bei der eCom Logistik GmbH:
Platz, um sich vom Arbeitsalltag zu lösen und neue Ideen zu entwickeln

Jahrelang war die eCom Logistik GmbH ein klassischer B2B-Logistiker. Als man auf neue Marksituationen reagierte und sich auch dem B2C-Bereich öffnete, realisierte das Unternehmen: Wir müssen digitaler werden. Den Ängsten der Belegschaft vor Veränderung begegnet man dabei mit einer einfachen Maßnahme: Die Mitarbeitenden bekommen Zeit und Raum, um die Transformation mitzugestalten.

Unternehmenskultur als Schlüsselfaktor bei der Transformation

Dem Geschäftsführer und dem Führungskreis der eCom Logistik GmbH war es wichtig, die Mitarbeitenden von vornherein in den Prozess der digitalen Transformation einzubinden. Die Unternehmenskultur ist für Herrn Karsten Tews, Geschäftsführer eCom Logistik GmbH (GF), ein Schlüsselfaktor bei einer erfolgreichen Transformation:

„Ohne die Akzeptanz und Unterstützung der Belegschaft geht es einfach nicht.“

Wenn Strukturen und Abläufe, die lange gelernt sind und sich bewährt haben, plötzlich auf den Prüfstand gestellt werden, sorgt das für Unruhe.

  • Was passiert hier?
  • Bin ich den neuen Anforderungen überhaupt gewachsen?
  • Verliere ich jetzt meinen Job?

Das sind nur einige Fragen, die Hemmnisse hervorrufen wenn es um Neuerungen oder Verbesserungen geht. Damit erst gar keine Ängste entstehen, ist in der eCom Logistik GmbH von Beginn an so transparent wie möglich agiert worden. Die GF wollte, dass die Mitarbeitenden zum Treiber des Wandels werden und gemeinsam neue Lösungsansätze entwickelt werden.

Man muss Betroffene zu Beteiligten machen. Innovation, die aus dem eigenen Unternehmen wächst, ist erfolgreicher. Zwei Fragen standen dafür bei der Zusammenarbeit im Mittelpunkt:

  • Wie können neben dem Tagesgeschäft neue, nachhaltige Strukturen entstehen, die sich selbst immer wieder veränderten Situationen dynamisch anpassen?
  • Und wie sieht eine innovationsfreundliche, agile und zukunftsorientierte Unternehmenskultur aus?

Vorhandenes Fachwissen gezielt für Unternehmensentwicklung nutzen

Zunächst wurde eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe aus verschiedenen Abteilungsleitern und planten einen Workshop gebildet, bei dem offen über mögliche Zukunftsszenarien gesprochen werden sollte:

  • Was könnte passieren?
  • Wie könnten wir den Wandel gestalten?
  • Und was brauchen wir dafür?

Das Fachwissen, das es in den einzelnen Abteilungen gibt, ist so wertvoll – es sollten gezielt für die Gestaltung unserer Unternehmensentwicklung genutzt werden. Auch den Betriebsrat wurde von Beginn an miteinbezogen. Selbst wenn es manchmal holpert, wurden diese Schritte bis heute nicht bereut.

Mit wenig Ressourcen den Innovationsgeist wecken

Kein Unternehmen kann es sich leisten, das Thema Digitalisierung jetzt noch zu ignorieren. Durch Corona gab es diesbezüglich noch mal eine enorme Beschleunigung, so der GF. Das Leben verändert sich rasant, dafür muss man eine Kultur im Unternehmen schaffen – sonst wird man überholt.

Der Zukunftsraum zeigt, dass es wenig Ressourcen braucht, um Innovationsgeist im Team zu entfachen. Man muss nicht viel Geld ausgeben, um die Mitarbeitenden zu motivieren, den Wandel voranzutreiben. In der eCom Logistik GmbH ist ein ganz neuer Spirit entstanden. Die Unternehmenskultur hat sich verändert, ist jetzt weniger hierarchisch. Das Mitreden und Miteinbringen waren früher längst nicht so ausgeprägt wie heute. Das empfinde der GF als nachhaltig bereichernd. Der Zukunftsraum wird jetzt sogar für Kundentermine nutzen. Denn er zeigt besser als alles andere, dass das Unternehmen immer in Bewegung ist.

Der vollständige Beitrag sowie vielfältige Zusatzinformationen sind mit folgendem Link in Faktor-A vom 21.10.2020 zu finden:

https://faktor-a.arbeitsagentur.de/zukunft-der-arbeit/man-muss-betroffene-zu-beteiligten-machen/

Weitere Beiträge der Ausgabe:

unternehmerporträt
„Die Leute müssen zum Betrieb passen“

7 Tipps fürs homeoffice
„Gesund und produktiv bleiben“

kim duggen
„Jeder Mensch will sich weiterentwickeln“

menschen mit behinderung einstellen
„Behinderung und Arbeit passt für viele nicht zusammen“

#Ideenmanagement #KMUinnovativ #KMUdigital

 

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