Fritz-Gempt-Str. 1, 49525 Lengerich
+49-5481-7258
+49-1520-6838189

Betrieblicher Klimawandel durch digitale Transformation (Teil 2/2)

IdeenManagement

Betrieblicher Klimawandel durch digitale Transformation (Teil 2/2)

Anlässlich der Buchveröffentlichung – KMU-INTERN: Geld verbrennen ist nicht strafbar…aber sinnlos!“ – wurden im ersten Teil zum Blog-Beitrag „Betrieblicher Klimawandel durch digitale Starkwetterlagen“ die zwei Herausforderungen des Wertewandels zur Werterhaltung und Weiterentwicklung beispielgebend angesprochen. In diesem 2. Teil geht es um das Lernen im digitalen Wandel.

Hardcover KMU-Intern – Förderung und Hilfe gibt es auch für kleinere Unternehmen!
© 2019 / 2020, Ingenieurbüro UPW Bad Zwischenahn

Diagnose zur  Problemlage

Bei der Untersuchung zur Feststellung einer inneren Befindlichkeit gilt es, die innere Kraft im Betrieb zu bewerten, mit der die äußere Qualitätsleistung für den Markt erzeugt wird. Dieser innere Antrieb wird von Zwillingen erzeugt. Der eine Zwilling ist die Umsetzungskraft der Menschen mit ihren Fachfähigkeiten und ihrer Führungskompetenz. Dieser Zwilling  ist das treibende Herz des Organismus Betrieb. Der andere Zwilling ist die Strömungskraft mit den zur Verfügung gestellten Bahnen für den Kernprozess Auftragsdurchlauf. Das sind die elastischen und festen Betriebsschlagadern für freien Durchfluss. Gibt es zu viel Ballast, Hindernisse und Porosität,  dann gibt es auf jeden Fall Schwierigkeiten. Auf Dauer nimmt das Herz unweigerlich Schaden. Die Umsetzungskraft   leidet mehr und mehr, weil es ständig gegen die Widerstände im Fließsystem für den Auftragsdurchlauf arbeiten muss.

Der eine Zwilling kann ohne den anderen nicht sein. Am besten arbeiten sie zusammen, wenn sie von Fesseln und Hemmnissen befreit sind und ohne Ballast und Hindernisse  arbeiten können. Jede Einschränkung dabei führt zu Leistungsrückgängen,  die zu schmerzhaften oder unbemerkten Gewinnabschlägen führen und die Umwelt direkt oder indirekt belasten. 

Zum besseren betrieblichen Gelingen gilt es also, den Betriebsdurchlauf für die Qualitätsleistung von Ballast und Hindernissen zu befreien und dauerhaft so zu betreiben.

Die Ursachen

Dieses Problem der gespürten oder ausgeblendeten Gewinnlücke hat Ursachen. Eine hauptsächliche ist der zu lange interne Weg im Unternehmen bis zur lieferfähigen und abrechenbaren Qualitätsleistung. Die Durchflussleitungen sind zu lang und verzweigt. Auf diesen behindern Ballast und Hindernisse in der gewohnten Arbeitsfurche und Führungslücken die Menschen bei der Arbeit.

Hoher Bearbeitungsaufwand mit Motivationseinbußen geht an die Substanz und  frisst möglichen Gewinnauf dem Weg zur verkaufsfähigen Qualitätsleistung.

Abb. 1: Die Ursachen

Eine Lösungsmöglichkeit

Eine Lösung ist offensichtlich und liegt auf der Hand. Es sind interne Wege zur Qualitätsleistung zu bauen, die ballast- und hindernisfrei zum verkaufsfähigen Produkt führen. Als Treibstoff für die Menschen in der Umsetzungskraft wirkt eine wertschätzende und beteiligungsbereite Führung Wunder, um das volle Potenzial zu entwickeln.

Geringerer Bearbeitungsaufwand schont die Substanz und erhöht den Gewinn. Also: Ballast abwerfen, Hindernisse abbauen, kurze Wege einrichten und die Leistungsfähigkeit / Motivation der Menschen fördern. Der Gewinn liegt im Abbau von Ballast und Hindernissen jeglicher Art im Unternehmen.

Abb. 2: Eine Lösungsmöglichkeit

Die Ergebnisse

Die Ersparnisse in Werkstatt und Büro können sich sehen lassen:
Bis zu
● 2 % vom Umsatz
● 7% Material / Energie 
● 40 % Arbeitszeit
● weniger Platz 
● mehr Motivation
Das haben Auswertungen von BMWi-geförderten Effizienzprojekten ergeben!

Abb. 3: Die Ergebnisse im Vergleich

Diese Therapie macht dann durch die Einsicht in die Dinge auch wohlig schmerzfrei, ohne Geld zu verbrennen und die Umwelt unnötig zu belasten.

„Was ist da für mich konkret drin?“

Die Frage nach der Abschätzung des Potenzials im eigenen Betrieb lässt sich durch eine einfache erste Abschätzung auch leicht beantworten. Diese kann im Bedarfsfall noch deutlich verfeinert und noch wesentlich treffsicherer gemacht werden.

Arbeiten die beiden Zwillinge Umsetzungskraft und Strömungskraft jeweils zu 100% effizient, dann kann das Gesundheitszeugnis für die innere Befindlichkeit nicht besser sein.
100% entspricht gleich 1. für beide zusammen gilt:  1 x 1 = 1 bei der Erzeugung einer Qualitätsleistung.
Liegt der innere Zustand z.B. jeweils bei 95 % folgt daraus eine innere Leistungsrate von
90 %.
Liegt der inneren Zustand z.B. jeweils bei 90 % folgt daraus eine innere Leistungsrate von
81 %.
Liegt der inneren Zustand z.B. jeweils bei 80 % folgt daraus eine innere Leistungsrate von
64 %.
Liegt die Umsetzungskraft bei 80 % und die Strömungskraft bei 95 % ist die inne Leistungsrate bei 76%.

Was nutzen freie Schlagadern, wenn das Herz nicht leistungsfähig ist und es Störungen beim Aktivieren gibt? Ein kräftiges Herz kann jedoch bis zu einem gewissen Grad die Schlagadern bis zur Stabilisierung versorgen.

Abb. 4: Das Potenzial

Aus diesen skizzierten Beispielen wird die überragende Bedeutung einer mitarbeiter- und ergebnisorientierten Führung vor Ort  mit einer  innerbetrieblichen Organisation für mehr Ertrag vom Unternehmen deutlich. Eine gute kompakte verschwendungsarme Organisation ist eine solide Grundlage für Aktivitäten zur kostengünstigen und zügigen Digitalisierung. Auch lassen sich Chancen für Innovationen besser erkennen. Zudem wächst die Attraktivität, das Image wächst und verbesserte Qualitätsfähigkeit stärkt die Wettbewerbsfähigkeit im Markt.

So stoppt der interne Werte- und Klimawandel eine sonst unvermeidliche Gewinnschmelze. Das rechnet sich. Das zahlt sich aus.

Weitere Informationen im Buch
KMU-INTERN: verfeuert & verblasen
Geld verbrennen ist nicht strafbar…aber sinnlos!
oder unter www.ing-upw.de
Wolfgang Wrobel
Ingenieurbüro UPW GbR – MEHR Ertrag vom Unternehmen

< Betrieblicher Klimawandel durch digitale Transformation (Teil 1)

 

One Response

  1. […] Previous: Previous post: Ideen erfolgreich managen (Teil 1)Next: Next post: Betrieblicher Klimawandel durch digitale Transformation (Teil 2/2) […]

Schreibe einen Kommentar